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Azimutwinkel und Solaranlagen

Der Begriff "Azimutwinkel" ist nicht nur in der Solartechnik gebräuchlich. Der, oder auch das Azimut ist ein allgemeiner Begriff, der aus dem arabischen "as sumut – „die Wege“ entstammt und den Horizontalwinkel beschreibt und damit die Südabweichung angibt. Diese Kennzahl sollte jedoch nicht mit dem Neigungswinkel oder auch Dachneigung verwechselt werden!

Der Azimutwinkel in der Solartechnik

Bei einer Solaranlage gibt der Azimutwinkel die Abweichung eines Solarkollektors für Wärme oder von Solarmodulen in der Photovoltaik von der exakten Südausrichtung an. Generell lässt sich sagen; je weniger Abweichung von der absoluten Südausrichtung der Solaranlage, desto höher fällt aufgrund der stärkeren Sonneneinstrahlung der Solarertrag aus. So beträgt der Azimut bei einer exakten Südausrichtung der Solaranlage 0 Grad.

Keine Südabweichung: Azimutwinkel = 0°

Wird der Azimutwinkel der Solaranlage stärker nach Westen hin ausgerichtet, muss dem Winkel ein positives Vorzeichen vorangestellt werden, ist die Ausrichtung nach Osten stärker, bekommt er ein negatives Vorzeichen. Weicht also der Solarkollektor von der exakten Südausrichtung nach Westen hin ab, bedeutet dies einen Winkel von + 90 Grad. Weicht der Solarkollektor jedoch nach Osten hin ab, bedeutet das einen Azimutwinkel von -90 Grad und die Solaranlage steht somit im rechten Winkel zum Süden.

Optimaler Azimutwinkel für Solaranlagen

Um die Sonneneinstrahlung wirklich effektiv auszunutzen, müssen PV- Module und der Solarkollektor dergestalt ausgerichtet werden, dass die solare Ernte oder auch der Solarertrag optimal ausfallen kann. Dabei spielt, neben dem Neigungswinkel von Modul und Solarkollektor, auch der Azimutwinkel eine große Rolle. Genauso wichtig ist auch der Einfallswinkel der Sonne. So haben Untersuchungen gezeigt, dass eine Solaranlage mit einem Azimutwinkel von 0 Grad und einem Neigungswinkel von etwa 30 Grad perfekt ausgerichtet ist. Bei einem Flachdach würde sich somit eine Solaranlage mit 30 Grad-Aufständerung anbieten.

Kleine Abweichungen kommen vor und sind nicht problematisch. Selbst bei einer Orientierung nach Südwest oder Südost ist eine solare Ernte von etwa 95% durchaus erreichbar.

Bei größeren Solaranlagen wird die Ausrichtung bei der Photovoltaik Solaranlage mit Elektromotoren optimiert. Diese Tracker-Systeme werden stets der Sonne nachgeführt und verbessern somit den Ertrag indem sie dem Verlauf der Sonne folgen. Bei thermischen Solaranlagen gestaltet sich eine Nachführung äußerst schwierig, da hierzu wärmegedämmte Solarleitungen die Beweglichkeit von thermischen Solarkollektoren deutlich einschränken.

Supoptimale Ausrichtung

Da nur die wenigsten Gebäude eine perfekte Südausrichtung des Daches aufweisen können stellt sich automatisch die Frage ob sich eine Solaranlage bei abweichendem Azimutwinkel lohnt. Schließlich kann nicht das ganze Haus der Sonne nachgedreht werden. In der Regel verursacht eine kleinere Abweichung von der optimalen Südausrichtung des Hausdaches lediglich minimale Ertragseinbußen. Weitaus wichtiger ist die Frage nach dem Vorhandensein von hohen Nachbarhäusern oder Bäumen, die zu Verschattungen führen könnten.

Es existieren zudem eine Vielzahl an Solardächern, die beispielsweise mit zwei getrennten Solarkollektor-Einheiten, je auf Süd-Ost (für das Auffangen der Sonnenstrahlen in den Morgenstunden) und Süd-West (Abendstunden) arbeiten und hohe solare Deckungsraten erzielen. Im Zweifelsfall bietet sich ein Solar-Potentialcheck durch einen kompetenten Handwerksbetrieb (einer der bundesweit über 700 Paradigma Partner) oder Energieberater an, die den jeweils möglichen Solarertrag für Ihr Hausdach ermitteln können.

Solar Lexikon