AquaSystem

Gängige Fragen und Antworten (FAQ) zum AquaSystem von Paradigma und über Solartechnik für die solare Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung im Allgemeinen.

Was ist das AquaSystem?

Das Paradigma AquaSystem für thermische Solaranlagen arbeitet mit reinem Heizungswasser als Solarflüssigkeit anstelle eines chemischen Glykol-Gemischs. Es wurde bereits über 55.000 mal in Deutschland installiert und erlangte den Bundespreis 2006 für "hervorragende innovatorische Leistung für das Handwerk". Eine Solaranlage mit AquaSystem arbeitet wie ein zweiter, zusätzlicher Heizkessel und lässt sich praktisch für jeden Haushalt und jede Heizung nachrüsten. Oftmals entfällt hierbei auch ein teurer Austausch des bestehenden Wärmespeichers. Die bestehende Heizung wird durch die thermische Solaranlage entlastet, und die Umwelt geschont.

AquaSystem mit solarer heizungsunterstützung

AquaSystem Hydraulik-Schema | Beispielhafte Einbindung für die Warmwasser-Bereitung und solarer Heizungsunterstützung (Solarheizung)

Technische Highlights des Paradigma AquaSystems:

  • Solarthermie mit besonders effizienten Vakuumröhrenkollektoren
  • Einfache Einspeisung der Solarwärme bei hohen Vorlauftemperaturen von über 60 °C
  • Das Wasser der Heizung wird direkt durch den Solarkollektor gepumpt
  • Integrierte Frostschutzfunktion durch intelligente Solarregelung
  • Keine hohen Betriebs- und Wartungskosten durch den Verzicht auf chemische Zusätze bei der Solarflüssigkeit (reines Wasser)
  • Optimale Wärmeleitfähigkeit und Viskosität des Wärmeträgermediums Wasser gegenüber einer Solarflüssigkeit basierend auf Glykol und Wasser.
  • Automatische Überwachung des AquaSystems garantiert höchste solare Erträge.

Frieren Paradigma Solaranlagen im Winter nicht ein?

Antwort: Nein, wenn die Temperatur unter eine kritische Temperatur sinkt, schaltet die Solarpumpe kurz ein und verteilt gerade soviel Wärme in den Rohrleitungen, dass die Solaranlage nicht einfriert.

Verbraucht der Frostschutz nicht zu viel Energie und lohnt sich das Ganze überhaupt?

Antwort: Diese Technik wäre mit herkömmlichen Flachkollektoren wirklich unsinnig, da diese in kalten Nächten viel zu viel Wärme verlieren. Aber die durch das Vakuum extrem gut isolierten Paradigma Solarkollektoren minimieren die Wärmeverluste drastisch. Das macht die Technik der Paradigma Solaranlagen erst so sinnvoll.

Verbraucht der Frostschutz nicht zu viel Energie, wenn nachts die tagsüber gewonnene Solarenergie wieder auf das Dach geschafft wird?

Antwort: Die Frostschutzfunktion ist ja nur in kalten Winternächten nötig, und dann reicht eine Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt. Das Wasser aus der Kaltwasserleitung beispielsweise ist dagegen noch richtig warm. Der Frostschutz benötigt nur einen sehr kleinen Bruchteil der gewonnenen Solarwärme von Solaranlagen.

Wenn das alles so einfach ist, warum gibt es das AquaSystem nicht überall?

Antwort: Die bisher gebräuchlichen Flach-Kollektoren würden im "Frostschutzbetrieb" mit Wasser wirklich zu viel Energie verschwenden. Sie sind nämlich viel schlechter isoliert, meist nur mit Einscheiben-Verglasung, eine Technik, die z.B. für Fenster gar nicht mehr in Frage kommt. Die superisolierten Thermoskannen-Kollektoren bei Paradigma Solaranlagen machen das alles erst möglich.

Wird die Bedienung dieser Solaranlagen nicht komplizierter und muss die Anlage im Winter immer überwacht werden?

Antwort: Nein, die Frostschutzfunktion von Paradigma Solarwärme-Anlagen läuft völlig automatisch. Die Spezialregelung überwacht die Anlage mit Hilfe der eingebauten Temperaturfühler. Bei einer Störung gibt es sofort ein akustisches Warnsignal.

Reagiert die Frostschutzregelung auch bei starken Temperaturschwankungen schnell genug, z.B. an klaren Wintertagen wenn es nach Sonnenuntergang bitter kalt wird?

Antwort: Ja, das wurde der Regelung – ein kleiner Computer – während der langen Test- und Erprobungszeit "beigebracht". Die sichere Funktion sogar unter extremen Bedingungen wurde unseren Solaranlagen und dem AquaSystem auch vom unabhängigen Testinstitut ITW der Universität Stuttgart bescheinigt.

Gibt es unabhängige Testergebnisse für das AquaSystem

Antwort: Das AquaSystem von Paradigma wurde vom ITW Stuttgart, das ist das Institut, welches seit Jahren die Solaranlagen für Stiftung Warentest testet, auf Herz und Nieren geprüft. Informieren Sie sich hierzu auf der Paradigma- Seite über die erhaltenen Auszeichnungen.

Wie funktioniert das Anschließen einer Solaranlage  mit AquaSystem an einen vorhandenen Speicher?

Antwort: Aqua Solaranlagen mit Wasser statt mit Glykol laufen, können wir den Kollektor direkt in den Heizkreislauf einbinden. Es ist ein bisschen so, wie wenn man einen normalen Heizkessel und zusätzlich einen Holzkessel hat, nur das der »zweite Kessel«, eben der Solarkollektor, auf dem Dach ist. In diesem Zusammenhang wird auch gerne von einer Solarheizung gesprochen.

Was ist zu beachten damit die Leitungen der Solaranlagen, insbesondere die Strecken im Freien, nicht einfrieren?

Antwort: Dazu gibt es genaue Richtlinien: Z.B. welche Art Leitungen, welche Isolierung sowie die Länge der Strecken im Freien erlaubt sind. Es gibt Häuser, bei denen die Einhaltung dieser Richtlinien bei der Installation einer Solaranlage schwierig ist. Unsere SystemPartner aus der Solartechnik und dem Heizungsbau beraten Sie hierfür gerne und sprechen eine auf Ihr Haus abgestimmte Empfehlung für eine optimale Solarthermie - Anlage aus.

Was passiert bei einem längeren Stromausfall in einer kalten Winternacht?

Antwort: Für diesen Fall ist vorgesorgt: Zwischen dem Kollektor und der Solarleitung ist immer ein Stück dehnbares Material, ein sogenannter "Wellschlauch". Das gefrierende Wasser kann sich dort also ausdehnen, ohne Sprengkraft zu entfalten.

Was passiert, wenn die Solarpumpe unserer Solaranlagen in einer kalten Winternacht kaputt geht?

Antwort: Die intelligente Regelung prüft in regelmäßigen Abständen ob die Solarpumpe  funktioniert, und alarmiert bei einem Defekt mit einem Tonsignal. Bleibt der Alarm unbemerkt und friert die Solaranlage tatsächlich ein, so verhindern die Wellschläuche am Solarkollektor ernsthafte Schäden.

Wie verhält es sich bei einem Frostschaden, wenn der Solarkollektor oder Leitung platzen?

Antwort: Wir als Hersteller von Solartechnik übernehmen für solche extrem seltenen Fälle die Garantie ohne zeitliche Begrenzung. Voraussetzung ist, dass die ganze Solaranlage gemäß den Montagerichtlinien eingebaut und betrieben wird – dafür stehen unsere Systempartner gerade.

Wie kann man sich darauf verlassen, dass ein AquaSystem vorschriftsmäßig eingebaut wird?

Antwort: Dafür haben sich bundesweit rund 850 Paradigma SystemPartner viel Zeit und Geld in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und Monteure gesteckt und sie zu echten Solar-Experten ausbilden lassen.

Was ist denn so schlecht an Glykol als Solarflüssigkeit für eine Solarwärme-Anlage?

Antwort: Gar nichts. Aber warum teure Chemikalien, wenn intelligente Technik uns heutzutage die Verwendung von Wasser  in der Solarthermie ermöglicht. Wasser ist in vieler Hinsicht der ideale Wärmeträger für Solaranlagen, sofern man den Frostschutz beherrscht und unterliegt im Gegensatz zu einer glycolbasierten Solarflüssigkeit keinem chemischen Alterungsprozess.

Macht es Sinn, eine bestehende Solaranlage mit Paradigma Vakuumröhren, auf Wasserbetrieb umzurüsten?

Antwort: Wenn die Solarthermieanlage problemlos läuft gibt es dazu keinen Grund. Falls die Kollektorfläche, verglichen mit dem Bedarf sehr üppig gewählt wurde, kann es zu Schwierigkeiten mit schnell alterndem Glykol kommen. In diesen Fällen ist die Umrüstung eine sinnvolle Alternative.


Der Kollektorertrag unserer CPC Vakuum-Röhrenkollektoren beträgt nach Untersuchungen des ITW Stuttgart 602 kWh/(m²a). Flachkollektoren erreichen gemäß Ertragsnachweis zum Blauen Engel in der Regel die geforderten 525 kWh/(m²a). Dürfen diese beiden Werte miteinander verglichen werden?

Antwort: Nein, ein Vergleich ist auf keinen Fall zulässig, da beide Werte für völlig unterschiedliche Voraussetzungen ermittelt werden! Während die Ermittlung des ITW- Ertrags für eine definierte Aperturfläche (z. B. 5 m²) erfolgt, wird beim Blauen Engel festgestellt, ob für eine solare Deckungsrate (fsol) von 40% ein Kollektormindestertrag von 525 kWh/(m²a) erreicht wird.

Insgesamt liegen die Anforderungen des Blauen Engels an den Kollektor deutlich unter denen der ITW- Ertragsprognose. Nachfolgend wird ein Flachkollektor, der gerade die Anforderungen des Blauen Engels erfüllt, verglichen mit unserer thermischen Solaranlage mit CPC Vakuum-Röhrenkollektor:

Vergleich Flachkollektor - Röhrenkollektor:

Ein direkter Vergleich der zwei unterschiedlichen Bauarten an Solarkollektoren bringt es ans Licht:


Kennwert

Blauer Engel
Flachkollektor

CPC Röhrenkollektor

Vorteil CPC



Kollektorertrag ITW
(für Aperturfläche 5 m²)

389 kWh/ (m²a)

602 kWh/ (m²a)

+55%



Solare Deckungsrate fsol ITW
(für Aperturfläche 5 m²)

45%

67%

+49%



Kollektorertrag Blauer Engel
(bei fsol 40%)

525 kWh/ (m²a)

735 kWh/ (m²a)

+40%



Benötigte Aperturfläche
Blauer Engel (fsol 40%)

3,2 m²

2,3 m²

-28%


Insbesondere bei einer gewünschten Solarheizung, also einer Solarwärmeanlage, die neben der reinen Warmwasserbereitung in der Lage ist, eine Heizung effektiv mit Wärme zu unterstützen, führt nach der Analyse des ITW Stuttgart an Vakuumröhrenkollektoren kein Weg vorbei. Ein einfacher Ausgleich des niedrigen Solarertrags durch eine größere Bruttokollektorfläche und zusätzliche Flachkollektoren scheitert aufgrund des niedrigen Temperaturniveaus der Kollektorbauart. Einen detaillierten Vergleich zwischen Flachkollektor und Röhrenkollektor finden Sie auch unter Paradigma Solarkollektoren.

 

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