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Solarertrag

Der Solarertrag einer thermischen Solaranlage beschreibt die Menge an tatsächlich nutzbarer und solar erzeugter Wärme, nach Abzug von Verlusten durch die Speicherung der Solarwärme [daher auch "solarer Nettoertrag"]. 

Der zu erwartende Solarertrag einer thermischen Solaranlage ist im wesentlichen durch folgende Faktoren festgelegt:

  1. Breitengrad des Hausdaches. Der Breitengrad sowie andere geographische und klimatische Besonderheiten legen die zu erwartende Sonneneinstrahlung an. Sie ist im Süden Deutschlands ein klein wenig höher als im Norden. Insofern ermöglicht eine Solaranlage im Süden Deutschlands einen etwas höheren Solarertrag. Der Hauptartikel über den Breitengrad umfasst zudem eine Solarkarte mit der regionalen Strahlungsintensität in Deutschland.
  2. Azimutwinkel - Der Azimutwinkel beschreibt die Abweichung der Solaranlage von der tatsächlichen (optimalen) Südausrichtung des Daches und bestimmt somit den Solarertrag in hohem Maße. Weitere Informationen über den Azimutwinkel finden Sie im zugehörigen Hauptartikel über den Azimutwinkel.
  3. Dachneigung/Neigungswinkel - Je nach baulicher Gegebenheit (Satteldach, Flachdach, Fassadenmontage der Kollektoren) bedarf es einer Korrektur des Neigungswinkels um den Solarertrag in Bezug auf einen hohen Solarertrag hin zu optimieren. Je nach Bestimmungszweck der Solaranlage können zudem bei der reinen Warmwasserbereitung und solaren Heizungsunterstützung flachere, bzw. steilere Neigunswinkel Sinn machen. Insofern kann durch einen bestimmten Neigungswinkel explizit Einfluss auf einen besonders hohen Solarertrag in den weniger sonnigen Jahreszeiten genommen werden. Gerade dann, wenn der Wärmebedarf besonders hoch ist. Sollte der Solarertrag wie angesprochen im Winter und der Übergangszeit möglichst hoch sein, empfiehlt sich der Einsatz besonders effizienter Vakuumröhrenkollektoren, in Verbindung mit einem steileren Dach- Neigungswinkel.

Zur einer seriösen Planung einer Solaranlage gehört eine Prognoseschätzung des Solarertrags, wobei insbesondere durch den nötigen Abzugs von Wärmeverlusten die Notwendigkeit einer ausgeklügelten Wärmeisolierung des verwendeten Wärmespeichers deutlich wird. Letztes Endes erspart ein moderner Kombi- oder Pufferspeicher die teuere Anschaffung von zusätzlicher Kollektorfläche auf dem Dach zur Kompensation der Wärmeverluste.

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