WasserkraftAufgrund der letzten Entwicklungen in Sachen
Umwelt und Sicherheit, hat sich die Politik dazu entschieden in
erneuerbare Energien zu investieren und schädliche oder bedrohliche
Kraftwerke abzuschalten. Eine wichtige Rolle bei diesen erneuerbaren
Energien spielt die Wasserkraft. Sie wird seit geraumer Zeit genutzt und
ist auch noch heute eine wichtige erneuerbare Alternative der
Stromerzeugung. 
Grafik: Wasserkraft im Einsatz
Die Geschichte der Wasserkraft  | Historiker
schätzen, dass analog zur Geschichte der Solarthermie bereits 3.000 vor Christus das erste Wasserkraftwerk in
China zum Einsatz kam. Doch auch andere Kulturen am Euphrat, Nil oder
Tigris haben schon vor 3.500 Jahren die Wasserkraft genutzt und damit
ihre Maschinen betrieben. So haben sie mit Wasserschöpfrädern die
Bewässerung der Felder bewerkstelligt. Bei den Griechen und Römern war
Wasser dann das Antriebsmittel für Arbeitsmaschinen. Im Grunde handelt es sich bei der Wasserkraft seit der antiken Geschichte um eine bewährte Kraft und nicht um eine der "neuen Energien". | Ca. vor 2.200 Jahren würde die
Archimedische Schraube erfunden, die noch heute genutzt wird. Vor 1.100
Jahren wurde erstmals ein unterschlächtiges Wasserrad eingesetzt. 1767
hat Höh Smeaton, ein englischer Bauingenieur ein Gusseisen-Wasserrad
hergestellt, welches die Vorraussetzung der industriellen Revolution
sein sollte, da es eine höhere Belastbarkeit und größere Leistung in sich vereinte. Im Jahre 1842 entwickelte Fourneyron den damaligen Vorläufer der
Francis Wasserturbine. Hier wurden eine größere Wassermenge und das
Gefälle ausgenutzt, welches ebenfalls zu einer erheblichen Leistungssteigerung führte. 1866 wurde
dann erstmal die Umwandlung von Wasserenergie in elektrischen Strom
möglich und der Grundstein für die heutige erneuerbare Energie gelegt. Schon 1880 entstand im Anschluss das
erste konventionelle Wasserkraftwerk in England und bereits 16 Jahre später das erste
Großwasserkraftwerk an den Niagara Fällen in den Vereinigten Staaten.
Erneuerbare Energien, in diesem Fall Wasserkraft und die Vor- und Nachteile Wasserkraft
ist das erste Beispiel gewesen für erneuerbare Energien. Doch wie auch
andere erneuerbare Energien hat auch Wasserkraft nicht nur Vorteile.
Zwar gibt es viele Vorteile, wie geringe C02 Emission,
Trinkwasserreservate, Überschwemmungsschutz und recyclebare Kraftwerke,
doch auch die negativen Auswirkungen auf die Natur und das Eingreifen in
ganze ökologische Systeme muss stets berücksichtigt werden. Erneuerbare
Energien, in diesem Fall Wasserkraft hat auch für Fischwanderungen und
andere Tiere als Eingriff in die Natur negative Folgen, wenn
beispielsweise ganze Laichgebiete einem Staudamm weichen müssen oder
Wanderungswege durch Wasserkraftwerke plötzlich nicht mehr existieren oder nur mithilfe aufwendiger Fischtreppen möglich sind.
Die Bedeutung der Wasserkraft Erneuerbare
Energien, wie Wasserkraft gewinnen nicht nur in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Weltweit
erzeugten Wasserkraftwerke im Jahr 2008 ca. 15,8 % des gesamten
weltweiten Stroms. Zum Vergleich: nicht erneuerbare Energien wie die
Kernenergie erzeugte nur 13.6 %. In Deutschland alleine gibt es ca.
7.300 Wasserkraftwerke, die die gesamte Stromerzeugung mit 3,4 %
unterstützen. Daher ist Wasserkraft die wichtigste erneuerbare
Energiequelle und größter Lieferant von Ökostrom im gegenwärtigen Energiemix. Andere erneuerbare Energiequellen erzeugen insgesamt zusammen nur
2,3 % der gesamten Energie. Angesichtes der aktuellen Debatte hin zu einer angestrebten Energiewende und der Abkehr von der Nukleartechnologie scheint ein weiterer Ausbau der Wasserkraft durch weitere Kraftwerke an Flüssen und Seen derzeit zwar wünschenswert, jedoch scheinen alle geeigneten Stellen in der Bundesrepublik Deutschland bereits besetzt. Alternativ wird derzeit der Ausbau von Pumpspeicherkraftwerken, wie beispielsweise das Schluchseewerk in Bad Säckingen im Hochschwarzwald forciert. Hierbei dienen Stauseen der Zwischenlagerung von überschüssiger Energie aus der Photovoltaik und Windkraft, sowie aus anderen Erzeugungsformen. Bei Bedarf wird das gespeicherte Wasser aus den höher gelegenen Stauseen abgelassen um damit Strom durch die Turbinen in einem Pumpspeicherkraftwerk zu gewinnen.

Grafik: Pumpspeicher mit angeschlossenem Kraftwerk
Online Lexikon der erneuerbaren Energien und Heiztechnik Paradigma informiert mit dem Online-Lexikon über Technologien und Verfahren auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der Wärmetechnik.
Bildnachweis: Wasserkraftwerk - © Tristan Schlafhai - Fotolia.com | Pumpspeicherkraftwerk © Michael Kiy - Fotolia.com | Wasserschraube von Archimedes © ernstboese - Fotolia.com
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