Schwimmbadabsorber

Schwimmbadabsorber sind eine spezielle Art von Sonnenkollektoren, die, wie der Name schon sagt, in erster Linie für Schwimmbäder genutzt werden. Sie sind im Gegensatz zu anderen Sonnenkollektoren im Aufbau wesentlich einfacher und preiswerter, weil sie ohne Speicher und Wärmeaustauscher betrieben werden. Durch Schwimmbadabsorber kann das Badewasser auf angenehme Temperaturen erhitzt werden. Da für den Betrieb bereits Lufttemperaturen von unter 30 Grad Celsius ausreichend sind, lassen sie sich in der Zeit von Mai bis Oktober einsetzen. Schwimmbäder und Swimmingpools in privaten Gärten lassen sich mit einem Schwimmbadabsorber in der Sommerzeit kostengünstig und klimaschonend beheizen.

Grafik: Einfaches Schema und Hydraulik der Funktionsweise und des Aufbaus 

Schwimmbadabsorber-Schema

Schwimmbadabsorber mit Pumpe, Filter, Becken und Wasser-Kreislauf

Aufbau eines Schwimmbadabsorbers

Schwimmabsorber bestehen aus dunklen, meist schwarzen Matten, die aus hitze- und UV-beständigem Kunststoffmaterial gefertigt werden. Die Kollektormatten werden auf Dächern von Umkleidekabinen oder anderen Flächen in der Nähe der Schwimmbecken horizontal oder schräg so angebracht, dass möglichst viel Licht aufgenommen werden kann (durch Südausrichtung und optimalen Azimutwinkel). Dabei ist die Größe der Fläche, die durch die Sonne bestrahlt wird, entscheidend für die Größe des zu beheizenden Schwimmbeckens. Bei genügend Platz lassen sich auch mehrere Schwimmbadabsorber problemlos miteinander verbinden. Innerhalb der Matten verlaufen Rohre oder Schläuche, durch die das Wasser direkt aus dem Schwimmbecken mit einer Pumpe hindurchgeleitet und nach Erwärmung zurückgeführt wird. Auf einen Wärmetauscher, wie er beispielsweise für Flachkollektoren mit Glykolbasierter Solarflüssigkeit benötigt wird, kann bei einem Schwimmabsorber verzichtet werden. Abdeckungen und eine Wärmedämmung sind ebenfalls nachrangig. Durch die Sonneneinstrahlung heizt sich das Wasser in den Rohren auf und erwärmt auf indirekte Art und Weise so das Badewasser im Schwimmbecken. Temperaturfühler steuern dabei den automatischen Betrieb der Anlage. Je höher die Zirkulation des Wassers in den Rohren ist, desto wärmer wird auch das Wasser im Becken. Durch die Solarkollektoren werden lediglich Temperaturen erreicht, die zwischen zehn und zwanzig Grad höher sind als die Umgebungstemperatur. Für die Warmwassergewinnung im Haushalt würde die durch die Schwimmbadabsorber erreichte Wärme somit nicht genügen, für die Erwärmung des Wassers, das in öffentlichen Bädern oder privaten Swimmingpools gebraucht wird, sind sie jedoch in den meisten Fällen völlig ausreichend. Sobald jedoch höhere Temperaturniveaus und eine größere thermische Spreizung, wie bei der Beheizung von Gebäuden oder zur Gewinnung von Prozesswärme, von Nöten sind, kommt man nicht um den Einsatz richtiger Solarkollektoren mit guter Wärmeisolierung und hoher Absorptionsrate umher.

 

Solarthermie in den Wintermonaten

Im Winter lassen sich Schwimmbadabsorber nicht betreiben. Da die Kollektoren außer einem mit Wasser gefüllten Schwimmbecken nicht über weitere Speicherkapazitäten verfügen, lassen sie sich deshalb ausschließlich in der warmen Jahreszeit, bei gefülltem Becken nutzen.

Der Einsatz von Schwimmbadabsorbern ist aufgrund des einfachen Aufbaus sehr kostengünstig. Außer der Energie, die für die Umwälzpumpen benötigt wird, fallen so gut wie keine weiteren Kosten für den Betrieb an. Eine mit einem Schwimmbadabsorber ausgestatte Solaranlage kann sich daher schon nach fünf Jahren rentiert haben. Neben der Einsparung der Energiekosten ist auch der Umweltgedanke ein wichtiger Aspekt. Die Beheizung von Schwimmbecken mit Sonnenenergie ist umweltschonend, verbraucht keine fossilen Brennstoffe und verursacht keinerlei Abgasbelastungen der Umwelt.

 

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Bildnachweis: Hydraulik von © arahan - Fotolia.com

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