PumpspeicherkraftwerkPumpspeicherkraftwerke werden oftmals
auch nur als Pumpspeicherwerke (PSW) bezeichnet. Sie dienen dazu, elektrischen
Strom auf ökologischer Basis zu erzeugen beziehungsweise zu speichern. 
Stausee mit Pumpspeicherkraftwerk im Wallis / Schweiz
In Deutschland gibt es
circa 30 Pumpspeicherkraftwerke. Allerdings sind Pumpspeicherkraftwerke bei den Naturschützern oftmals umstritten. Dies liegt hauptsächlich im Aufbau der
Pumpspeicherkraftwerke begründet. Parallel zum Konzept der Pumpspeicher existiert eine Vielzahl an herkömmlichen Laufwasserkraftwerken. Der wesentliche Unterschied hierbei ist, das diese Wasserkraftwerke lediglich in eine Richtung Wasser transportieren und somit über keine Möglichkeit der Wiederbefüllung verfügen, sondern auf den steten Zustrom neuen Fluss-Wassers angewiesen sind.
Aufbau und Funktionsweise von Pumpspeicherkraftwerken
Pumpspeicherkraftwerke sind über
mehrere Höhenmeter gebaut, wobei sie ein Oberbecken (das
Speicherbecken) und ein Unterbecken besitzen. Diese beiden Wasserbecken
sind mit meterdicken Rohren verbunden, an deren unteren Ende das
eigentliche Kraftwerk sitzt. Da es zu einem relativ regelmäßigen Ab- und
Zufluss im Oberbecken kommt, welcher eine hohe Erosion verursacht, muss
das Oberbecken ausbetoniert oder asphaltiert werden. Meist handelt es
sich hierbei um künstlich angelegte Seen. Es werden aber auch Seen
verwendet, die zwar bereits vorhanden waren, nun aber zur Speicherung
von ausreichend Wasser, künstlich vergrößert werden. Auch sie müssen
ausbetoniert werden. Der Eingriff in die Natur durch Pumpspeicherkraftwerke und die Wasserkraft ist also nicht
unerheblich. Vergrößert wird der Eingriff noch, wenn die Rohre und
Maschinen im Inneren von Bergen gebaut werden. Zwar sind diese
Pumpspeicherkraftwerke von außen nicht sichtbar, aber der Eingriff in
die Natur ist dennoch nicht unerheblich. Daher erklärt sich die
Unzufriedenheit der Naturschützer. 
Leistungsaufnahme und Abgabe eines Pumpspeicherkraftwerks im Tagesverlauf
Pumpspeicherkraftwerke besitzen
ihre Wirkung weniger in der Produktion von Energie. Sie sind vielmehr eher mit
riesigen Batterien vergleichbar, denn ihr Einsatz gilt dem Ausgleich von
Stromengpässen/Stromüberschuss. Zu Zeiten von Engpässen müssen
Pumpspeicherkraftwerke Strom produzieren. Dies geschieht, indem Wasser
aus dem Speicherbecken das Rohr hinunterrast und durch die Turbine
fließt, die somit den Motor-Generator antreibt. Dieser erzeugt dann, in
seiner Funktion als Generator, neuen Strom, der in das Netz eingespeist
wird. Zu Zeiten, in denen weniger Strom benötigt wird (vor allem
nachts), müssen die Pumpspeicherkraftwerke neue Energie speichern, um
sie am nächsten Tag wieder abgeben zu können. Dies gelingt, indem der
Generator-Motor, in seiner Funktion als Motor, die Pumpe antreibt. Diese
pumpt das Wasser aus dem Unterbecken wieder in das Oberbecken zurück.
Dabei wird die Speicherkapazität der Pumpspeicherkraftwerke von der
speicherbaren Wasser- und Energiemenge und dem nutzbaren Höhenunterschied bestimmt.
Pumpspeicherkraftwerke zur Regulierung des Stromnetzes
Trotzdem
Pumpspeicherkraftwerke weniger Strom erzeugen, als sie zum Rückpumpen
des Wassers in das Oberbecken benötigen (Input > Output), sind sie
zur Netzregulierung unverzichtbar. Die sonst entstehenden
Stromschwankungen wären äußerst schädlich für elektrische Geräte und
können sogar bis zum kompletten Stromausfall reichen.
Moderne Pumpspeicherkraftwerke der neuesten Generation besitzen keine getrennten Pumpen und
Turbinen mehr, sondern eine kombinierte Pumpturbine. Diese kann in beide
Richtungen durchflossen werden, wodurch die Emissionen durch die Wasserkraft verringert
werden. Lexikon Weitere Artikel über Technologien, Funktionsweise der erneuerbaren Energien und speziell der Solartechnik finden Sie in der Übersicht des Solar Lexikons der Paradigma Deutschland GmbH. Bildnachweis: Staussee 9528212 © Michael Kiy - Fotolia.com | Pumpspeicher-Tagesverlauf: GNU-Lizenz via Markus Schweiss / Wikipedia.org
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