EnergiemixMit dem Begriff Energiemix wird eine Verwendung
von verschiedenen Energieformen zur Versorgung bezeichnet. Im Vergleich
zu einer einzelnen Energie hat der Energiemix den großen Vorteil, dass
der Versorgte nicht vollkommen von einer speziellen Energiequelle und
deren Preisen abhängig ist. Wird nur eine bestimmte Energiequelle zur
Versorgung wie zum Beispiel Erdöl verwendet, so wäre der Versorgte
vollkommen von deren Preisen und natürlich auch von der täglichen
Verfügbarkeit abhängig. Bei einem Energiemix erfolgt die
Energieversorgung mit einer Mischung von verschiedenen Energien,
preisliche Änderungen einer einzelnen Komponente wirken sich nur sehr
viel geringer aus. Der Energiemix unterliegt von Zeit zu Zeit
gravierenden Veränderungen und setzt sich von Jahr zu Jahr etwas anderes
zusammen. Angesichts des geplanten Atomausstiegs und der angestrebten Energiewende dürfte sich die aktuelle Zusammensetzung weitaus schneller verändern. 
Infografik: Enerigemix in Deutschland Ende 2010 / Anfang 2011
Der Energiemix in Deutschland
In jedem Land erfolgt die Energieversorgung auf eine
andere Art und Weise. In Deutschland erfolgt die Versorgung aus
verschiedenen fossilen Energiequellen. Im Jahr 2010 hatten vor allem das
Erdöl (33,6 Prozent), das Erdgas (21,8 Prozent) und die Kohle (22,8
Prozent) den größten Anteil am Energiemix. Die modernen und erneuerbaren
Energien sind in diesem Mix natürlich auch enthalten (knapp 10
Prozent), die Atomenergie ist mit knapp 20 Prozent im Energiemix
vertreten. Im aktuellen Energiemix in Deutschland (2011) spielen die
regenerativen eine immer größere und auch wichtigere Rolle. Der Anteil
dieser Energien konnte von 1990 bis 2010 von 3,4 auf 16,5 Prozent
steigen. Experten sind sich sicher, dass der Anteil auch in den nächsten
Jahren weiter steigen wird. Im Laufe der nächsten Jahre muss der
Energiemix, so viel ist sicher, mehr und mehr umweltfreundlicher werden. Die aktuelle Abschaltung älterer Atommeiler in 2011 verstärkt diese Forderung, sofern die resultierende Versorgungslücke nicht gänzlich durch schmutzigerer fossilen Strom ersetzt werden soll.
Energiemix der Zukunft
Der Energiemix wird sich in den nächsten Jahren drastisch
ändern, da der Anteil an Kernenergie immer geringer werden wird. Die
fehlenden Anteile, die durch den Ausstieg aus der Atomenergie entstehen,
müssen nach und nach durch Solarenergie, Windkraft und Wasserkraft ersetzt
werden. Der künftige Energiemix wird sich auf jeden Fall deutlich vom
bisherigen Energiemix unterscheiden. Bis zum Jahr 2020 sollen die
regenerativen Energien die bisherige Atomkraft im Zuge der eingeleiteten Energiewende komplett ersetzen können.
Im Jahr 2050 soll der Energiemix zu großen Teilen nur noch aus den
alternativen Energien und nicht mehr aus den fossilen Energien bestehen.
Der Weg bis zu dieser Zukunft ist kein einfacher, in der heutigen Zeit
kommt der aktuelle Energiemix noch auf keinen Fall ohne die bisherigen
Energiequellen aus. Nach wie vor spielen die Energiequellen, allen voran
Erdöl, Kohle und Erdgas die größten Rollen, während alternativen wie die Brennstoffe Holzpellets oder die Biomasse im Allgemeinen derzeit noch ein Nischendasein fristen.

Energiemix der Zukunft | Quelle: Anzeigensonderveröffentlichung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) | www.bmbf.de Fukushima und die Folgen
Die nukleare Katastrophe in Fukushima, Japan,
führt zu Überlegungen den Energiemix in Zukunft weiter zu verändern.
Gesucht wird für die Zukunft ein Mix, der völlig ohne die
Atomenergie auskommen kann. Die regenerativen Energien stehen in der
heutigen Zeit vor einer sehr großen Herausforderung und es ist bislang
noch nicht völlig sicher, ob sie dieser auch gewachsen sind. Die
Stromproduzenten in Europa müssen sich natürlich auch diese
Veränderungen frühzeitig einstellen können, um mit den passenden
Maßnahmen reagieren zu können. Seit dem Jahr 2005 sind in Deutschland
alle Energieversorgungsunternehmen vom Gesetz her verpflichtet, die
Informationen über ihren Energiemix öffentlich zu machen. Die
betroffenen Haushalte nehmen diese Veränderung auf der
Jahresstromrechnung und natürlich auch auf den Werbematerialien wahr.
Durch die detaillierten Informationen zum jeweiligen Energiemix können
die Kunden in Deutschland weitaus besser entscheiden, welchen
Lieferanten sie auswählen. Vor allem die verschiedenen
Umweltschutzaspekte spielen bei der Auswahl des Energieversorgers oder des Stadtwerks eine immer größere Rolle und führen derzeit zu einer verstärkten Nachfrage nach Ökostrom.
Der deutsche Staat schafft mit Förderungen und anderen Vorteilen die
Anreize für den Wechsel zu umweltfreundlichen Alternativen, nicht nur die
Industrie kann dazu beitragen, sondern auch die Haushalte. Diese können
durch Solaranlage oder Pelletsheizungen auch einen geringen Teil der Energie
eine natürliche Art und Weise herstellen. Solarstrom durch Photovoltaikanlagen und Solarwärme durch die Solartechnik der Solarthermie sind
auf jeden Fall die Zukunft und werden von Jahr zu Jahr wichtiger, dies
spiegelt sich auch durch die Veränderungen im Energiemix wieder.
Online Lexikon Die Erklärung der zugrund liegender Funktionsweisen und Technologien aus dem Heizungsbau und der Solartechnik werden im online Solar-Lexikon der Paradigma Deutschland GmbH erklärt. Zurück zur Artikel-Übersicht: Lexikon.
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