Biomasseheizung

Pelletsheizungen In den letzten Jahren erfreut sich das heizen mittels Biomasse immer größerer Beliebtheit. Dies liegt unter anderem an dem gestiegenen Bedienungskomfort und der höheren Zuverlässigkeit der Heizkessel und Kaminöfen. Vor allem aber schätzen Verbraucher die klimafreundliche Art zu heizen. Vor allem die Holzpelletsanlagen haben sich in letzter Zeit weit verbreitet. Neben Holz gibt es noch eine Reihe weiterer Brennstoffe, die sich zum Verbrennen in einer Biomasseheizung eignen.

 

Welche Brennstoffe können für eine Biomasseheizung verwendet werden?

Die am häufigsten verwendeten Brennstoffe sind Holzpellets. Dabei handelt es sich um kleine aus Säge und Hobelspänen gepressten Pellets. Für die Herstellung wird ausschließlich naturbelassenes Holz verwendet, wodurch erhöhte schädliche Emissionen vermieden werden. Die einzelnen Pellets sind genormt und haben eine Breite von 6 mm und eine Länge um 20 mm. Eine weitere Möglichkeit Holz als Brennstoff zu nutzen bieten die sogenannten Holzhackschnitzel, welche in erster Linie aus den Abfällen der Industrieholzgewinnung sowie aus Sägewerken und aus Forstabfällen gewonnen werden. Auch Stroh lässt sich in einer Biomasseheizung verbrennen. Weitere Brennstoffe sind Rapspresskuchen sowie verschiedene Getreidearten wie Gerste, Roggen und auch Weizen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Getreidesorten höchstens einen Feuchtigkeitsgehalt von 14 Prozent besitzen.

 

Biomasseheizung mit Hybridkesseln

Klimabilanz und CO2 bei BiomasseEine ganz neue Form der Biomasseheizung sind die Hybridkessel. Der große Vorteil liegt darin, dass der Nutzer zwischen verschiedenen Brennstoffen auswählen kann. Dabei muss der Kessel in der Lage sein, sich auf die individuellen Eigenschaften der unterschiedlichen Brennstoffe einzustellen. So kommt es beispielsweise bei einigen biogener Festbrennstoffe zu einer Verflüssigung der Asche. Diese würde in einer herkömmlichen Biomasseheizung zu einer Verschlackung im Brennraum führen. In Brennstoffen wie Stroh und Gräser ist zudem Chlor enthalten. Das Chlor verbindet sich mit Wasserstoffmolekülen zu Salzsäure, welche aufgrund der Korrosion die Lebensdauer des Heizkessels verringert.

 


 

Vorteile einer Biomasseheizung

Ein großer Vorteil liegt in der Umweltfreundlichkeit von Biomasse. Während der Verbrennung wird nur soviel CO2 an die Umwelt abgegeben, wie der Brennstoff während seines Wachstumsprozesses durch die Photosynthese aufgenommen hat. Die Biomasseheizung ist in der Anschaffung zwar etwas teurer als eine Öl- oder Gasheizung, dafür spart der Nutzer jedoch bei den Folgekosten. Denn die nachwachsenden Brennstoffe sind weitaus günstiger als Öl oder Gas. Die beim Verbrennen entstehende Asche lässt sich ideal als Dünger nutzen, wodurch keine separate Entsorgung erforderlich ist. Die einzelnen Brennstoffe sind in der regional verfügbar. So entfallen lange Anfahrtswege zur Lieferung der benötigten Energieträger.

Tipp: Hier finden Sie Preisbeispiele für eine Paradigma Pelletsheizung

 

Aktuelle Energiepreise vergleichen

Die Grafik verdeutlicht die Energiepreisentwicklung für unterschiedliche Brennstoffe zu Heizzwecken. Die Biomasse, insbesondere der Energieträger Pellets konnte sich hinsichtlich der Preisentwicklung sehr gut gegenüber den Pendants Heizöl und Erdgas behaupten.

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  Energiepreisentwicklung für Deutschland - Öl, Gas und Holzpellets im Vergleich

Finanzierung einer Biomasseheizung

Der Einbau von Biomasseheizungen wird in Deutschland staatlich gefördert. Es gibt hierfür verschiedene Förderprogramme, welche unter anderem von Bund, Ländern, Kommunen und den Energieversorgern aufgelegt werden. Wichtig ist dabei vor allem, dass der Antrag vor Beginn der Arbeiten gestellt wird. Zumeist steht nur ein begrenzter Topf an Fördergeldern pro Jahr zu Verfügung, weshalb sich eine frühzeitige Antragsstellung empfiehlt. Der Bund bezuschusst Biomasseheizungen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Um eine BFA-Förderung zu erhalten, muss die Nennwärmeleistung zwischen 8 und 100 Kilowatt liegen. Zudem muss der Kesselwirkungsgrad der Heizung bei mindestens 88 Prozent liegen. Der Zuschuss beträgt bei einer Nennwärmeleistung bis zu 100 Kilowatt 24,00 EUR je Kilowatt mindestens jedoch 1000 Euro. Außerdem müssen die Anlagen mit einer Leistungs- und Feuerungsregelung sowie einer automatischen Zündung versehen sein. Bei Anlagen unter 50 Kilowatt muss es sich zwingend um eine Zentralheizungsanlage handeln.

 

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