AmortisationszeitWann amortisiert sich eine Solaranlage?
Die Amortisationszeit ist ein Begriff aus
der Investitionsrechnung. Die Amortisationszeit, auch bei einer Solaranlage und Pelletsheizung ist dabei ein Ergebnis
der Amortisationsrechnung, welche auch als Kapitalrückflussrechnung
bezeichnet wird. Mit der Amortisationsrechnung lässt sich ermitteln, wie
lange es dauert, bis sich eine Investition aus Abschreibungen und
Gewinnen refinanziert. Bezeichnet wird diese Zeitspanne als
Amortisationszeit. Durch die Amortisationszeit wird so die
Kapitalbindungsdauer einer Investition allgemein beschrieben. Bei einer thermischen Solaranlage trifft ebenso zu wie in der Solartechnik der Photovoltaik. 
Thermische Solaranlage
Amortisationszeit einer Solaranlage
Bei der Berechnung der
Amortisationszeit können unterschiedliche Methoden verwendet werden.
Hierbei sind insbesondere die Durchschnittsmethode, auch statische
Amortisationsrechnung genannt, und die kumulative Methode als dynamische
Amortisationsrechnung zu nennen. Für die Berechnung sind dabei Daten
wie das eingesetzte Geld und die jährlich erfolgenden Rückflüsse, die
das Investitionsobjekt liefert, wichtig. Die Amortisation der Solartechnik stellt demzufolge auch für die Solaranlagen Finanzierung eine maßgebliche Größe dar.
Parameter zur Amortisationszeit von Solaranlagen
Eine thermische Solaranlage für die solare Warmwasserbereitung und solare Heizungsunterstützung liefert keine direkten Gewinne, in Form von Geld, das zur Tilgung der energetischen Investition in die Solarthermie eingesetzt werden können. Stattdessen spart man durch eine Solarthermieanlage direkt Heizkosten ein. Diese Art eines "Gewinns" ist somit ein Einspareffekt und hat den zusätzlichen Vorteil, dass Ersparnisse im Gegensatz zur Einspeisevergütung in der Photovoltaik nicht versteuert werden müssen. Entscheidend dafür, wann sich eine thermische Solaranlage rechnet hängt im Wesentlichen von den folgenden Kriterien / Parametern ab:
1. Kosten einer Solaranlage Hierbei sind die anfänglichen Brutto- Kosten für die thermischen Solarkollektoren, sowie des zusätzlich benötigten Systemzubehörs wie Solarpumpe, Solarregler, Verrohrung, Wärme-Isolierung und ggf. eines geeigneten Solar- oder Wärmespeichers gemeint. Beim Kauf eines vollständigen Solaranlagen-Komplettpakets lassen sich hierbei deutliche Einsparungen erzielen. Der Kauf kompletter Solarpakete eines Herstellers minimiert zudem die Gefahr, dass einzelne Komponenten einer aufwendigen Abstimmung aufeinander bedürfen und stellt sicher, dass alle Komponenten der Solaranlage sämtliches benötigtes Zubehör und Anschluss-Sets aufweisen.
2. Montagekosten von SolaranlagenEine thermische Solaranlage wird in der Regel innerhalb 1-2 Tage von einem Fachbetrieb aus dem Heizungsbau oder Solartechnik installiert und in Betrieb genommen. Der Anschluss an das System der bisherigen Heizung sollte unbedingt von einem Fachmann durchgeführt werden, der die Solaranlage auf den Wärmebedarf und energetischen Standard des Gebäudes hin optimiert und einstellt. Ein Niedrigenergiehaus benötigt schließlich deutlich weniger Heizenergie und entsprechend kann eine Solaranlage auch kleiner dimensioniert werden.
3. Wartungskosten des Solarwärme-Systems Bei traditionellen Solarthermieanlagen, die auf Flachkollektor-Technik mit chemischer Solarflüssigkeit basieren ist eine regelmäßige Erneuerung des Wärmeträgermediums von Nöten. Alternativ bietet sich das AquaSystem von Paradigma an, das mit reinem Wasser als Solarmedium auskommt und in der Wartung der Solaranlagen neben anderen Pluspunkten enorme Vorzüge bietet. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Artikel des Solarlexikons über das AquaSystem.
Wärmebedarf des Hauses und der FamilieEine thermische Solaranlage rentiert und amortisiert sich umso schneller, je mehr solar gewonnene Wärme letzten Endes durch die Bewohner des Hauses abgerufen wird. Die reine solare Warmwasserbereitung macht lediglich ca. 10-20 Prozent an den Heizkosten aus. Daher raten viele Solarexperten zu einer Solarthermieanlage, die darüber hinaus dazu in der Lage ist effektiv der Heizung des Hauses unter die Arme zu greifen ("solare Heizungsunterstützung"). Der Wärmebedarf ist in unseren Breitengraden natürlich insbesondere in den weniger sonnigen Monaten und im Winter am höchsten; daher empfiehlt sich der Einsatz hocheffizienter CPC Vakuumröhrenkollektoren. Herkömmliche Flachkollektoren ernten in der Übergangszeit aufgrund ihrer schlechteren Wärmeisolierung und Absorberarchitektur deutlich weniger Solarenergie, was in der Regel durch den Einsatz einer größeren Kollektorfläche zu kompensieren versucht wird. Im Sommer gehen diese Anlagen dann häufiger in den Stillstand und leisten keinen entsprechenden Beitrag zur Amortisation der Solaranlage durch die größere Fläche.
Berechnung der solaren Amortisationszeit
Der Wärmebedarf der sich im Haus wohnenden Personen errechnet sich anhand der Komfort- und Lebensgewohnheiten. - Wie viele Personen duschen sich täglich?
- Wie lange, und bei welchen Temperaturen?
- Wie hoch ist die Raumtemperatur während der Heizperiode?
- Existieren darüber hinaus größere Wärmeverbraucher (z.B. Schwimmbad)?
Bei der solaren Berechnung der Amortisationszeit einer zu planenden Solaranlage sollten zunächst die Heizkosten-Abrechungen der vergangenen Jahre die Ausgangsbasis bilden.
Energiepreisentwicklung als maßgeblicher Faktor der solaren Amortisation
Die Amortisation von thermischen Solaranlagen ist maßgeblich an die zukünftige Energiepreisentwicklung gekoppelt. Je schneller sich der Preis für Heizöl, Ergas oder sonstigen Energieträgern (Strom, Holzpellets, Hackschnitzel, etc.) verteuert, desto eher rentiert sich eine anfängliche Investition in die Solarenergie. Da aufgrund des solaren Deckungsanteils deutlich weniger Brennstoff zur Warmwasserbereitung und Beheizung hinzugekauft werden muss. Pauschale Aussagen über genaue Amortisationszeiten von Solaranlagen sind daher stets unseriös, da lediglich Fallbeispiele in Form von Annahmen getroffen werden können. Als Anhaltspunkt kann man natürlich auch die Energiepreisentwicklung der Vergangenen Jahre heranziehen. Einen aktuellen Vergleich der Energiekosten verschiedener Brennstoffe finden Sie ebenfalls hier: Preise der Energieträger Heizöl, Pellets und Gas im Vergleich können Sie auf der Artikelseite des solaren Lexikons über Energiepreisentwicklung entnehmen, hierzu empfiehlt sich auch die Lektüre und aktuelle Diskussion über das globale Ölfördermaximum, dem Peak Oil.
LexikonFachbegriffe der Solarthermie, Photovoltaik, Heizungen und aus dem Themengebiet der erneuerbaren Energien, komplexe Technik und Funktionsweisen im Online Solar Lexikon von Paradigma, einem führenden Hersteller umweltfreundlicher Gas- und Pelletsheizungen sowie von thermischen Solaranlagen für Warmwasser und solares Heizen.
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