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Heizwert

Der Heizwert (Hi) beschreibt die Wärmemenge, die bei der Verbrennung von bestimmten Brennstoffen (zum Beispiel Holzpellets, Gas oder Öl) maximal nutzbar ist, ohne dass es im Abgas zu einer Kondensation des hierin enthaltenen Wasserdampfes erfolgt. Eine etwas ältere Bezeichnung ist auch "unterer Heizwert (Hu)". Die Differenz zwischen Heiz- und Brennwert ist also die im Wasserdampf enthaltene Energiemenge.

Beispiel: 111 % Brennwert » 100 % Heizwert » 108 % Nutzwärme

Brennwert und Heizwert als Beispiel
Wie viel Energie kommt letzten Endes an? Der Brennwert-Heizwert Vergleich macht es deutlich

Der Heizwert beschreibt die Wärmemenge eines Brennstoffes abzüglich der Kondensationswärme, die bei der Brennwerttechnik zurückgewonnen wird. Bezugsgröße ist beim Heizwert die Menge des verwendeten Brennstoffes. Daher wird der Heizwert auch maßbezogen in Kilojoule pro Kilogramm (kj/kg) oder auch in Kilojoule pro Gramm oder Kilojoule pro Tonne angegeben. Über die spezifische Dichte kann der maßbezogene Heizwert im Heizungsbau jedoch auch in einen Volumen-bezogenen Heizwert umgerechnet werden. Beispiele hierfür sind Angaben wie Kilojoule pro Liter oder Kilojoule pro Kubikmeter.

Heizwert von Hölzern im Vergleich

Heizwert von Holz-Sorten als Grafik
Heizwerte von Holzsorten im direkten Vergleich. Bezugsgröße Raummeter (rm)

Heizwert und Brennwert: Der Unterschied

In der Berücksichtigung der Kondensation liegt auch ein wesentlicher Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert, weshalb der Brennwert in der Regel auch größer als der Heizwert ist. Umgangssprachliche Bezeichnungen für den Begriff Heizwert sind auch Energiewert oder Energiegehalt. Eine direkte Bestimmung des Heizwertes zum Beispiel von Öl, Gas oder Pellets ist experimentell nicht möglich. Für die Bestimmung des Heizwertes - sowohl von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas als auch von erneuerbaren Energien wie Holz und Pellets - erfolgt dies über den Brennwert (ho). Für die Ermittlung des Heizwertes wird der Brennwert um die so genannte Verdampfungsenthalpie des Wassers gemindert. Häufig liegt der Heizwert von gängigen Brennstoffen dabei rund 10 Prozent unter den jeweiligen Brennwerten. Im Allgemeinen gilt dies auch für die anderen Brennstoffe. Es gibt jedoch auch Energielieferanten, bei denen der Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert nach oben oder nach unten differiert. Zur Erleichterung bei der Umrechnung von Brennwert zu Heizwert und umgekehrt werden in der Praxis insbesondere für gängige Brennstoffe spezielle Umrechnungstabellen verwendet. Über den Heizwert werden vielfach auch Berechnungen realisiert, die bestimmen, welche Mengen alternativer Brennstoffe wie zum Beispiel Pellets nötig sind, um einen Liter Öl oder einen Kubikmeter Gas einer Gasheizung zu substituieren. Dabei werden jedoch gelegentlich auch Wirkungsgrad-Unterschiede der Verbrennungsanlagen wie einer ökologischen Pelletsheizung berücksichtigt. Da die Brennstoffe Holz oder Pellets in der Lage sind, Feuchtigkeit gut aufzunehmen, können bei unsachgemäßer Lagerung die Qualität und der Heizwert von Pellets gegenüber Normwerten herabgesetzt werden, was eine ordentliche Lagerung der alternativen Brennstoffe empfehlenswert macht.

Umweltrisiken in dem Maße, wie sie bei der Lagerung von Öl und Gas bestehen, bestehen im Allgemeinen bei der Lagerung von Holz-Pellets hingegen nicht.

Heizwert der Brennstoffe Öl, Gas und Pellets

Bei den fossilen Brennstoffen Öl und Gas sind zudem als volumenbezogene Heizwertangaben Kilowattstunden pro Liter (kWh/l) oder Kilowattstunden pro Kubikmeter (kWh/m³) üblich. Über die Verbrennungsgeschwindigkeit der Energieträger innerhalb der Heizung hat der Heizwert dabei keinen Informationsgehalt.