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Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung hat viele Vorteile und wird von zahlreichen Hausbesitzern für verschiedene Räume sehr gerne gewählt. Besonders bei Neubauten und in Niedrigenergiehäusern kommt die Fußbodenheizung, auch auf Anraten von Experten aus dem Heizungsbau, inzwischen sehr häufig zum Einsatz, denn sie hat gegenüber den konventionellen Heizmethoden mit einem Heizkörper einige Vorteile. Jedoch eignet sich die Fußbodenheizung nicht für alle Räume gleichermaßen gut, aus diesem Grund sollte genau abgestimmt werden, wo diese verlegt werden. Auch in alten Häusern ist das Nachrüsten einer Fußbodenheizung möglich, jedoch erfordert dies mitunter den Umbau oder sogar eine völlige Neugestaltung der gesamten Heizungsanlage. Der Grund dafür ist die Vorlauftemperatur. Eine konventionelle Heizungsanlage, an der in jedem Raum Heizkörper angeschlossen sind, arbeitet mit einer relativ hohen Temperatur im Vorlauf bis zu 60 Grad Celsius und mehr. Das auf diese Temperatur erhitzte Warmwasser durch die Heizungsrohre gepumpt und gelangt so in die Heizkörper. Über ein Thermostat wird die Intensität der Wärme geregelt, welche der Heizkörper abgeben soll. Für die Installation einer Fußboden- oder Wandheizung muss eben diese Vorlauftemperatur und Heizkurve der Heizung wesentlich geringer eingestellt sein. Ideale Voraussetzungen findet man hingegen im Neubau oder beim Einsatz einer Wärmepumpe als Heizung die ebenfalls möglichst niedrige Vorlauftemperaturen benötigt.

Fußbodenheizung
Grafik: verlegte Fußbodenheizung - 3D Schema

Wann ist eine Fußbodenheizung sinnvoll?

 

  1. Ideal für Allergiker aufgrund geringerer Staub-Verwirbelung.
  2. Menschen die gerne barfuß oder mit Socken laufen.
  3. Bei einer Wärmepumpe oder anderen Heizungsarten mit tendenziell kühlerem Vorlauf.
  4. Bei Wunsch nach zentraler Steuerung der Raumtemperatur per Thermostat.
  5. Optische Überlegungen, durch den Wegfall von Radiator-Heizkörpern an den Wänden.

   

Eine Fußbodenheizung wird, wie es der Name schon sagt, unter dem Fußboden verlegt. Für den optimalen Betrieb ist ein entsprechender Belag notwendig, der die wärme nicht abhalten darf, sondern leiten sollte. Fliesen kommen für den Betrieb einer Fußbodenheizung ebenso infrage wie spezielle Formen von Parkett und auch Teppich, welche die Wärme der Fußbodenheizung nicht dämmen, sondern optimal verteilen. Die Fußbodenheizung kennt keine Heizkörper, was viele Eigenheimbesitzer als optischen Vorteil empfinden. Es wird kein unnötiger Platz für Heizkörper an den Wänden benötigt, zudem ist die Installation von Heizkörpern aufgrund des einheitlichen Designs kein schöner Blickfang. Die Steuerung der Fußbodenheizung erfolgt über ein Thermostat, welches an einer unsichtbaren, jedoch trotzdem gut erreichbaren Stelle des Raumes platziert werden kann. Die Wärme entwickelt sich sodann unter dem Boden und steigt entsprechend der physikalischen Gesetze nach oben. So bekommt der Raum durch die Fußbodenheizung eine gleichmäßige Wärme, während der Heizkörper die Wärme von seinem Standort aus im ganzen Raum zu verteilen hat. Dies bedingt auch deshalb eine höhere Vorlauftemperatur, weil die Wärme des Heizkörpers natürlich auch nach oben steigt, dieser jedoch so konzipiert ist, dass sich die schmale Seite am oberen Ende befindet. Aus diesem Grund ist die Verteilung der Wärme nicht so effektiv und sinnvoll wie bei einer Fußbodenheizung. Ebenso kann diese Variante insbesondere für Allergiker Problemen aufgrund von Staubverwirbelungen führen.

Vorlauftemperatur einstellen

Damit die Wärme, welche man unter den Füßen spürt, nicht zu effektiv ist, muss die Vorlauftemperatur bei einer Fußbodenheizung entsprechend geringer sein. Dies ist bei der Installation einer Fußbodenheizung in einem neuen Haus auch dann kein Problem, wenn die Fußbodenheizung mit einer konventionellen Heizung, beispielsweise einem CO2- neutralen Pelletkessel oder auch Gasheizungen mit Brennwerttechnik kombiniert werden soll. Dagegen ist die Nachrüstung umständlich, da die bereits verlegten Heizungsrohre auf die hohe Vorlauftemperatur einer konventionellen Heizung ausgelegt sind und nunmehr eine Reduzierung der Vorlauftemperatur vorgenommen werden muss. Aus diesem Grund sollte man sich überlegen, ob man nur einen Raum mit einer Fußbodenheizung ausstatten möchte oder sich doch gleich für den Umbau des gesamten Heizungssystems entscheidet.

Keine kalte Füße

Die Fußbodenheizung eignet sich besonders gut in Räumen, wo man sich überwiegend stehend oder sitzend aufhält, denn kalte Füße gehören mit einer Fußbodenheizung der Vergangenheit an. Für diese Art der Heizung empfehlen sich das Badezimmer, die Küche und die Wohnräume. Im Keller und im Schlafzimmer kann dagegen auf eine Fußbodenheizung eher verzichtet werden, denn diese erweist sich dort als nicht so vorteilhaft. Vor allem im Schlafzimmer, wo der Boden durch das Bett und große Schränke bedeckt wird, kann die Fußbodenheizung ihre Wärme nicht so gut entfalten und daher sollte auch in neuen Häusern, sowohl im hohen Norden wie in Hamburg oder im Süden bei Isny im Allgäu besser eine konventionelle Heizung installiert werden. Die Fußbodenheizung kann natürlich auch mit einer thermischen Solaranlage kombiniert werden, es bietet sich durch die geringere Vorlauftemperatur sogar an, da die Heizleistung komplett durch Solarwärme abgedeckt werden kann. Konventionelle Heizungen benötigen hier oftmals Unterstützung durch herkömmliche Brennstoffe wie Öl oder Gas, oder die des ökologischen Brennstoffs Holzpellets.

Solar Lexikon