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Fragen zu einer Pelletsheizung

Thema: Abgassystem
Muss bei einem Schornstein aus Edelstahl ein Kondensatablauf vorgesehen werden und kann es bei größeren Kesselstillstandszeiten der Pelletsheizung vermehrt zu Eisbildung an der Mündung kommen?                                                                                            
Antwort: Ein Kondensatablauf muss immer vorgesehen werden, da sich auf Grund der relativ niedrigen Abgastemperaturen (z.B. während des Teillastbetriebs) Kondensat bilden kann. Ein Auftreten von Eisbildung bei Pelletsheizungen am Schornsteinkopf ist bisher nicht bekannt geworden.

Thema: Eignung der Pelletsheizung für andere Primärenergieträger
Werden durch den Schornsteinfeger auch die Emissionen im Teillastbetrieb gemessen?

Antwort: Nein, die Abgasverluste, der CO-Gehalt und wenn notwendig die Staubmessung (bei Pelletkesseln mit mehr als 15kW Nennleistung), werden durch den Schornsteinfeger bei Volllast gemessen.

Thema: Holzpellets - Lagerraum
Welche Wandstärken und Aufbau werden für ein Pelletslager (Bunkerlager) empfohlen, bzw. gibt es entsprechende Vorschriften?

Antwort: Es gibt bisher keine speziellen Vorschriften für den Aufbau und Ausführung der Wandstärken. Der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. hat jedoch eine Empfehlung erarbeitet, in welcher der Aufbau von Pelletslagern an Beispielen erläutert wird. Diese Broschüre kann kostenlos auf der Homepage des DEPV abgerufen werden: www.depv.de (önnet sich in einem neuen Fenster).

Thema: Messpflicht
Ab welcher Nennwärmleistung müssen Pelletskessel gemessen werden und wie oft muss der Schornstein gekehrt werden?

Antwort: Nach der geltenden 1.BlmSchV (geändert am 01.01.2010) sind mechanisch beschickte Feuerungsanlagen der Pelletkessel Pelletti II sowie Wodtke Pelletöfen mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 15 kW alle 2 Jahre  wiederkehrend vom Schornsteinfeger hinsichtlich der Einhaltung von CO- und Staubgrenzwerten zu überprüfen um der Messpflicht hinsichtlich der BlmSchV (Feuerstätte zur Verbrennung von Holzpellets (Brennstoffe nach § 3 Absatz 1 Nummer 5a 1. BImSchV) nachzukommen.

Thema: Planung
Warum befindet sich der Anschluss für ein Thermometer hinten unten?

Antwort: Es besteht (optional) die Möglichkeit die Rücklauftemperatur an der integrierten Rücklaufanhebung in der Steuerung des Pelletkessels anzuzeigen.

Thema: Automatische Rauchzugreinigung
Der Pelletkessel macht auch im Sommer jeden Tag eine automatische Reinigung der Rauchzüge. Wenn eine effektive Solaranlage die Brauchwasserbereitung übernimmt, läuft die Pelletsheizung selten bis gar nicht. Wie lässt sich diese Reinigung abstellen?

Antwort: Der tägliche Reinigungsvorgang lässt sich leider nicht am Pelletkessel abstellen, dies ist ein Programmablauf, welcher sich nicht so einfach ändern lässt. Bei einer Pelletsheizung bei der sich die Steuerung (VE-Modul und Regelung) außerhalb des Pelletskessels befindet, kann die Netzspannung am Kessel abgeschaltet werden, damit dieser nicht mehr läuft.
Da aber in den meisten Fällen das VE-Modul und die Regelung im Kessel eingebaut sind, bleibt als einzige Lösung, dass der Anschlussstecker des Reinigungsmotors abgezogen wird. Dazu wird an der rechten Seite der Platine des PFA (Pellet-Feuerungsautomat) der Stecker X5 (RM) abgezogen, damit ist die Spannungsversorgung des Reinigungsmotors unterbrochen. Es darf dann aber nicht vergessen werden, den Stecker bei weniger Solarertrag wieder aufzustecken.

Thema: Raumluftunabhängige Betriebsweise
Gibt es eine Zulassung für die raumluftunabhängige Betriebsweise der Pelletsheizung und wie lange darf eine Verbrennungsluftleitung ausgeführt werden, bzw. wie viel Umlenkungen sind erlaubt?

Antwort: Unsere Pelletsheizung Pelletti hat für die raumluftunabhängige Betriebsweise eine bauaufsichtliche Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt). Die Zulassungsnummer lautet: Z-43.1-178 Eine pauschale Angabe von Leitungslänge, Anzahl der Umlenkungen und Querschnitt ist nicht möglich. Art, Länge, Querschnitt, Umlenkungen etc. der Verbrennungsluftleitung müssen bei der Dimensionierung der Abgasanlage gemäß DIN EN 13384 berücksichtigt werden, um eine ordnungsgemäße Funktion der Pelletsheizung sicher zu stellen.
Die Abgaswegeüberprüfung, sowie die Reinigung der Abgaswege, sind in den Kehr- und Überprüfungsordnungen der einzelnen Bundesländer - unter Berücksichtigung der 1. BimSchV, der LBO etc. für Pelletsheizungen, geregelt. Für Festbrennstoffe gilt fast ausnahmslos eine Kehrung von viermal im Jahr für ganzjährig genutzte Anlagen, dreimal bei nur in der Heizperiode genutzten Pelletsheizungen, zweimal jährlich bei Anlagen, die zusätzlich zu einer Zentralheizung genutzt werden und einmal jährlich bei nur selten genutzten Anlagen (zweimal und einmal jährlich betrifft somit nur sog. Einzelfeuerstätten wie Kachel- und Kaminöfen). Eine Reduzierung der Kehrhäufigkeit liegt im Ermessen des örtlichen Schornsteinfegermeisters. Gerade in Verbindung mit Solaranlagen ist dies bei modernen Pelletskesseln gängige Praxis.

Thema: Rauchgastemperatur zu gering
Wie kann die Rauchgastemperatur erhöht werden?

Antwort: Am Innendeckel der Pelletsheizung (Innendeckel des Kessels) befinden sich drei Schrauben (SW10). Durch das Hineindrehen der Schrauben hebt sich der Innendeckel an, so dass ein Teilstrom der Heizgase direkt in den Abgasstutzen geführt wird. Wir empfehlen zwecks einer guten Schornsteinfunktion währen des gesamten Jahresverlaufs die Abgastemperatur der Pelletsheizung bei Vollastbetrieb auf ca. 150 bis 170°C einzustellen.

Thema: Rußbild
Ist bei einer Pelletsheizung eine Rußbildbestimmung notwendig und welches Rußbild stellt sich ein?

Antwort: Eine Messung des Rußbildes bei Festbrennstoffkesseln ist gemäß der Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BimSchV) für Kleinfeuerungsanlagen nicht vorgeschrieben bzw. auch nicht üblich. Dies kann nur auf freiwilliger Basis erfolgen, ist aber für die Bewertung der Verbrennung bei Festbrennstoff nicht maßgebend.
Eigene praktische Versuche hierzu haben ergeben, dass sich bei einer sauberen Verbrennung eine Rußzahl von 1 bis 2 einstellt (nach Bacharach). Folgende Messungen müssen gemäß 1. BimSchV durchgeführt werden: Brennstoff Holz: • CO-Einstufungsmessung • Staubbestimmung* Kesselleistungen kleiner 15kW sind von der wiederkehrenden Messung (jährlich) befreit.
*Die Staubmessung ist gravimetrisch zu bestimmen. D.h. vor und nach der Messung wird ein Filter gewogen. Bei dieser Messung wird nur das Messprinzip vorgegeben, da es für die Ermittlung von Staubemissionen keine eignungsgeprüften Geräte gibt. In der Praxis sendet der BSM den Filter zur Auswertung an eine geeignete Prüfstelle. Weitere Informationen: Ihr zuständiger Bezirksschornsteinfegermeister.

Thema: Saugsystem
Der Vorratsbehälter bei der Pelletheizung Pelletti mit Saugsystem wird automatisch nachgefüllt. Was passiert, wenn jedoch keine Pellets mehr im Lagerraum vorhanden sind (leer)?

Antwort: Die Saugturbine wird für maximal 10 Minuten angesteuert. Wird innerhalb dieser 10 Minuten keine Vollmeldung durch den Füllstandssensor am Vorratsbehälter registriert, so wird nach einer Pausenzeit von 30 Minuten ein zweiter Füllversuch durchgeführt. Es werden maximal 3 Füllversuche durchgeführt. Ist der Vorratsbehälter auch nach dem dritten Versuch nicht gefüllt worden, wird eine Störungsmeldung durch die Kesselsteuerung angezeigt. Die Pelletheizung bleibt jedoch im Normalbetrieb, bis der noch vorhandene Brennstoff aufgebraucht ist.

Thema: Staubanteil im Abgas bei Pelletsheizungen
Wie kann der Staubgehalt im Abgas einer Pelletsheizung gemessen werden?

Antwort: Staub im Abgas kann auftreten, wenn der Kessel sehr lange nicht mehr gereinigt wurde (Empfehlung: 1 x jährlich eine Wartung durchführen). Der Staubanteil im Abgas kann nur durch den Schornsteinfeger gemessen werden. Hierfür ist ein spezielles Messgerät notwendig, welches mit einem Spezialfilter bestückt wird. Dieser Filter wird vom Schornsteinfeger zur Auswertung in ein Labor eingesendet.

 

[Link] Pelletsheizung für das 1- und 2 Familenhaus

[Link] Pelletsheizung mit hoher Kesselleistung