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Brennwert

Gasheizung mit Brennwerttechnik

Der Brennwert ist ein physikalischer Begriff, der insbesondere in dem Bereich des Heizungsbaus und speziell in der Heiz- & und Brennwerttechnik wichtig ist. Es handelt sich dabei um ein Maß, das die thermische Energie, die in einer spezifischen Menge des jeweiligen Stoffes enthalten ist, beschreibt. Alternativen - als veraltetet geltende Bezeichnungen - für den Brennwert sind auch kalorischer Brennwert oder oberer Heizwert Ho, die heute gelegentlich noch in der Brennwerttechnik und Heiztechnik anzutreffen sind. Zudem ist der Brennwert auch identisch mit der in der Thermodynamik bekannten Standard-Verbrennungsenthalpie. Die Angabe des Maßes erfolgt in der Regel als Kilojoule pro Gramm (kJ/g) oder als Kilojoule pro Kilogramm (kJ/kg). Zudem sind insbesondere für flüssige Brennstoffe auch die volumenbezogene Angabe Kilojoule pro Liter (kJ/l) und für Gase oder Brennholz auch Kilojoule pro Kubikmeter (kJ/m³) üblich.

Brennwert und Heizwert Vergleich

Brennwerttechnik im Heizungsbau

Der Brennwert beschreibt die Wärmemenge, die bei der Verbrennung eines Stoffes freigesetzt wird. Im Heizungsbau wird dabei auch die Kondensationswärme - also die im Zuge der Kondensation des bei der Verbrennung entstandenen Wasserdampfes freiwerdende Energie - berücksichtigt. Besondere Beachtung findet der Brennwert in der Brennwerttechnik. Bei dieser speziellen Heiztechnik ist es das Ziel, den Brennwert des Brennstoffes möglichst effizient zu nutzen. Hierzu strebt die Brennwerttechnik danach möglichst hohe Wirkungsgrade bei Öl-, Gas- und Pelletsheizungen zu erzielen. Erreicht wird dieses Ziel der Brennwerttechnik in der Praxis durch die Funktion, auch die Energie der Abgas-Wärme zum Heizen zu nutzen. Hierzu wird die Kondensation bei der Brennwerttechnik verwendet, so dass auch ein bedeutender Anteil an der Kondensations-Wärme nicht über den Schornstein verloren gehen muss, wie dies bei der herkömmlichen Heiztechnik der Fall ist. Das macht die Brennwerttechnik nicht nur umweltschonend, sondern kann auch helfen, Energiekosten in Form von Öl, Gas oder auch Holzpellets zu sparen und den Brennwert des verwendeten Brennstoffes bei einer Gasheizung oder anderen Technologien gut auszunutzen.

Brennwerte von Öl, Gas, Holz und Pellets

Der jeweilige Brennwert eines Energieträgers ist dabei abhängig von den entsprechenden Brennstoffen. So gibt es Brennstoffe, die über eine geringe freisetzbare thermische Energie verfügen und jene - wie zum Beispiel Erdgas und Heizöl - aus denen sich in Bezug auf die Menge viel thermische Energie gewinnen lässt. Wie unterschiedlich die Maßeinheit für die enthaltene thermische Energie sein kann, zeigt sich zum Beispiel auch bei Brennholz. Hier können unterschiedliche Holzarten aufgrund der Zusammensetzung, Dichte und weiteren Faktoren unterschiedliche Brennwerte aufweisen. Allein durch den Feuchtigkeitsgehalt des Brennmaterials sind bei diesem Energieträger selbst bei der gleichen Holzsorte Unterschiede beim Brennwert von 10 Prozent und mehr möglich. Das ist auch der Grund dafür, dass Brennstoffe wie etwa Holzpellets ausreichend vor der Verfeuerung getrocknet werden, ehe sie der Pelletsheizung zugeführt werden.

   HolzpelletsHeizöl ErdgasHackschnitzelKohleBuchenholz
59-12 10,8 2,5-35-74
kWh / kgkWh / ltrkWh/ m3kWh / kgkWh / kg kWh / kg

In direkter Konsequenz benötigen die Brennstoffe unterschiedlich viel Lagerraum um die Wärmeversorgung eines Hauses sicherzustellen. Der benötigte Lagerraum (Stapel, Silo oder Tank) richtet sich neben dem Brennwert und dem Wirkungsgrad des Heizkessels auch an dem Gebäude-Standard des Hauses. Ein Passivhaus oder ein modernes Niedrigenergiehaus benötigt demzufolge auch bei geringem Energiegehalt eines Brennstoffs deutlich weniger Lagerkapazität.